Schulprogramm - Verkehrserziehung

Vorbemerkung:

Die Verkehrserziehung ist im Standortplan der Schule in den einzelnen Fachplänen fest verankert. Dies gehört zu den Pflichtaufgaben von Schule. Hervorzuheben sind jedoch vier Projekte der Hauptschule Wermelskirchen mit zum Teil schon langer Tradition: die Schülerlotsen, der Mofakurs, die erweiterte Radfahrerprüfung und die Fahrradwerkstatt. Diese Projekte sollen im folgenden näher beschrieben werden.

 

1. Schülerlotsen:

Ungefähr 10 SchülerInnen der Jahrgangsstufen 8 und 9 sorgen als ausgebildete Verkehrshelfer dafür, dass ihre MitschülerInnen morgens sicher die Strasse vor der Schule überqueren können. Die Ausbildung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Verkehrsdienst der örtlichen Polizeiinspektion. Die Lotsen versehen ihren Dienst immer zu zweit im wöchentlichen Wechsel nach einem festgelegten „Dienstplan“. Sollte einer krank sein, so bemüht er/sie sich selbst in eigener Verantwortung um einen Ersatz - noch am selben Morgen vor Beginn des Dienstes. Von ganz seltenen Ausnahmen abgesehen sind so bei jedem Wetter immer genügend Lotsen im Einsatz. Besonders hervorzuheben ist, dass der Dienst als Schülerlotse ehrenamtlich und freiwillig erfolgt und keinerlei Vergünstigungen oder gar Bezahlung mit sich bringt.

 

2. Mofakurs:

Ziel des Mofakurs ist es den SchülerInnen den sachgerechten Umgang mit dem Mofa zu vermitteln und ihnen ein partnerschaftliches Verhalten im Verkehr näher zu bringen. Gleichzeitig wird den SchülerInnen nach bestandener Prüfung die amtliche Prüfbescheinigung ausgehändigt, die zum Führen eines Mofas im öffentlichen Straßenverkehr berechtigt. Die zu entrichtenden Gebühren sind gering, da die Fahrzeuge von den SchülerInnen selbst unter fachkundiger Anleitung in einer eigenen kleinen Werkstatt gewartet werden. Auch kleinere Reparaturen können so kostengünstig ausgeführt werden. 
An den jährlich veranstalteten Mofa-Kreismeisterschaften der weiterführenden Schulen (Veranstalter ist das Kreisschulamt in Verbindung mit der Landesverkehrswacht) nehmen wir jährlich teil

 

3. Erweiterte Radfahrerprüfung:

Die Zahlen der Unfallstatistiken belegen, dass Kinder in der Altersgruppe der 10- bis 13-jährigen als Verkehrsteilnehmer, und hier besonders als Radfahrer, überproportional an Unfällen beteiligt sind. Besonders erschreckend ist die hohe Zahl der schweren Kopfverletzungen. Daher führt die Hauptschule Wermelskirchen den erweiterten Radfahrerkurs als Fortführung der Radfahrprüfung im 4. Schuljahr der Grundschule durch. Besonderer Wert wird hierbei neben der Beherrschung von Fahrrad und Verkehrsregeln auf das richtige und angemessene Verhalten im Verkehr, Gefahrenerkennung und Schutzkleidung (kein Schüler darf ohne Helm aufs Rad!) gelegt. Es hat sich gezeigt, dass der Lernerfolg der SchülerInnen nicht das gewünschte Maß erreicht, wenn diese Unterrichtseinheit über ein Schulhalbjahr verteilt wird. Daher wird ihnen der Stoff in komprimierter Form während zur Zeit acht Projekttagen unter Federführung der Klassenlehrer der Jahrgangsstufe am Ende der Klasse 6 dargeboten. Es hat sich als sehr hilfreich erwiesen, dass die Schule über einen auf dem Schulhof dauerhaft aufgezeichneten Übungsparcour (er leistet auch bei der Mofaausbildung hervorragende Dienste), eine genügende Anzahl von Fahrrädern und 40 modisch gefärbte, sichere Fahrradhelme verfügt. Dadurch ist sichergestellt, dass jedes Kind auch ohne eigene Ausrüstung an der Radfahrerausbildung teilnehmen kann. Helme und Räder können außerhalb der Projekttage natürlich auch für Klassenwanderungen und -fahrten unentgeltlich ausgeliehen werden. Für solche Unternehmungen stehen auch 10 Packtaschen zur Verfügung.


4. Fahrradwerkstatt:

Das jüngste Kind der Verkehrserziehung ist die Fahrradwerkstatt. Es handelt sich hier um eine komplett eingerichtete Werkstatt mit zwei festen und mehreren mobilen Montageplätzen. Hier lernen die SchülerInnen während der Projekttage ihre eigenen Räder unter fachlicher Anleitung selbständig zu warten und einfache Reparaturen durchzuführen. Auch können sie die Werkstatt (nach Terminabsprache) später noch nutzen. Es ist für das kommende Schuljahr geplant, die Fahrradwerkstatt fest in das nachmittägliche außerunterrichtliche Angebot der Schule aufzunehmen, um so einen kleinen Beitrag zur Verkehrssicherheit zu leisten. Natürlich werden in dieser Werkstatt auch die Schulfahrräder durch (freiwillige) Schüler in Ordnung gehalten.

 

 


5. Buspaten:

Neben den bisherigen Aufgaben der Verkehrserziehung (sicherer Schulweg, Radfahrerprüfung II, Mofa-Ausbildung, Schülerlotsen-Ausbildung) an unserer Schule wird seit dem Schuljahr 2004/2005 das gemeinsame Projekt „Buspaten“ mit der RVK durchgeführt.

 

SchulScouts der RVK bilden hierzu Schülerinnen und Schüler zu Buspaten aus.

Diese Buspaten fungieren als Helfer, die ihren Mitschülerinnen und Mitschülern und dem SchulScout oder dem Verkehrsunternehmen partnerschaftlich zur Hand gehen sollen. Sie sollen mithelfen, die Sicherheit rund um das Busfahren zu erhöhen und Vandalismus zu verhindern.

Dieses Projekt ist eingebettet in dem gemeinsamen Projekt des Landes NRW und der RVK im Rahmen der Verbesserung der Sicherheit und des Services im Nahverkehr.

 

An unserer Schule werden bevorzugt Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 und 9 zu Buspaten ausgebildet. Die Auswahl der Buspaten erfolgt unter den Gesichtspunkten:

 

  • Freiwilligkeit
  • Einverständnis der Eltern
  • Eignung aus Sicht der Schule und des für die Ausbildung zuständigen SchulScouts
  • Akzeptanz bei Mitschülerinnen und Mitschüler

 

 

 

 

 

 

 

 

Da Buspaten über das richtige und sichere Verhalten im Bus Bescheid wissen sollen, gehört zu den Aufgaben eines Buspaten:

 

  • Vorbild für die Mitschülerinnen und Mitschüler sein
  • Auf mögliche Gefahren an der Haltestelle hinweisen
  • Das richtige Ein- und Aussteigen zu koordinieren

 

 

 

 

 

 

 

Bei den gerade genannten Aufgaben werden die Buspaten an unserer Schule durch die Schülerlotsen maßgeblich unterstützt.

 

Zu den weiteren Aufgaben der Buspaten gehören:

 

  • Auf richtiges Verhalten während der Fahrt achten
  • Vandalismus im Bus und an der Haltestelle verhindern
  • Gewalt auf dem Schulweg vorbeugen
  • Verantwortung übernehmen und Zivilcourage zeigen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen

 

 

 

An den Aufgaben der Buspaten ist der enge interne Zusammenhang mit den bisherigen Inhalten der Verkehrserziehung an unserer Schule deutlich erkennbar.

 

Während bei der Radfahrerprüfung II die Polizisten und Polizistinnen Bergisch Gladbachs und Wermelskirchens als Fachleute die Prüfungen der Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 übernehmen, geschieht bei den Buspaten die Ausbildung nahezu allein durch die externen Fachleute, den SchulScouts. Die organisatorischen Rahmenbedingungen (Terminkoordination, Raumzuweisung, Auswahl und Freistellung der Schülerinnen und Schüler) erfolgt weiterhin durch die Schule.

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