Schulprogramm - Aspekte der Umsetzung

 

Die Kommunikationskultur 

Die Grundlage dieser Prozesse bildet die Kommunikationskultur, die in einer Schule gepflegt wird. Ausschlaggebend ist hierfür eine Haltung, die bestimmt wird von einem Bemühen um gegenseitige Akzeptanz und Offenheit. Dies gilt sowohl für den Arbeitstil innerhalb des Lehrerkollegiums wie auch für das Verhältnis zu Schülern und Eltern.

In einer solchen Atmosphäre können wir über Schwierigkeiten sprechen, gegensätzliche Sichtweisen verdeutlichen und gemeinsame Lösungen suchen.

Ein weitgehender Konsens in den Grundhaltungen und Zielen ist Voraussetzung für eine erfolgversprechende pädagogische Arbeit. Dabei müssen wir uns bewusst sein, dass die Form, in der dieser Konsens immer wieder angestrebt und eingehalten wird, die Basis für das Klima der Schule bildet.

  

Die Kooperation nach Innen

Auf dieser oben beschriebenen Basis sind klare Absprachen der Strukturen hinsichtlich der Kooperationsformen in der Schule notwendig, die Austausch, Planung und  Zusammenarbeit ermöglichen und fördern.

 

Die Konferenzstruktur

Neben dem täglichen informellen Austausch und den Arbeitsgruppen, die zu einzelnen Themenschwerpunkten gebildet werden, gilt folgende Regelung:

 

  •         Eine ganztägige Tagung pro Halbjahr mit Schwerpunkten wie Bilanzierung, Planung,
      Fortbildung
  •         Eine Gesamtkonferenz pro Monat für alle Kolleginnen und Kollegen
  •         Regelmäßige Teamsitzungen der Klassenlehrer/innen jeder Jahrgangsstufe
  •         Mindestens eine Fachkonferenz pro Halbjahr

 

Die Teamentwicklung

Die Erkenntnis, dass regelmäßiger Erfahrungsaustausch, Entwicklung gemeinsamer Konzepte bis hin zur gemeinsamen Planung von Unterrichtseinheiten die tägliche Arbeit erleichtern und verbessern, führt zu folgenden Absprachen:

 

  •         Die Teams, die in einer Jahrgangsstufe unterrichten, sollen so zusammengesetzt sein, dass
      möglichst wenige Personen den Unterricht der Stufe abdecken. Dabei sollte möglichst
      niemand nur in einer Klasse unterrichten, sondern auch noch mindestens in einer
      Parallelklasse.
  •         Die Unterrichtseinheiten, zumindest in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch
      werden abgesprochen und ggf. gemeinsam geplant. Die Klassenarbeiten werden in der
      Regel parallel geschrieben. Dabei soll jeder Kollege seine Stärken einbringen und gleiche
      Anteile von Arbeit übernehmen. Auf diese Weise wird der Erfahrungsaustausch gefördert
      und ein vergleichbarer Leistungsstandard erreicht.

  

Die Zusammenarbeit mit den Schülern

Ziel aller Bemühungen ist es, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, als selbstbewußte und mündige Menschen in Gesellschaft und Beruf ihr Leben zu gestalten. Sie erwerben die notwendigen Schlüsselqualifikationen, indem sie Spielräume für die Entwicklung eigener Ideenerhalten, Lernprozesse transparent sind und Anregungen ernst genommen werden. Daraus entwickeln sich Selbstwertgefühl und Identifikation mit der Arbeit.

Dies kann nur gelingen in einem Klima von gegenseitiger Achtung, von Zutrauen und Vertrauen, Förderung und Forderung.

 

Die Zusammenarbeit mit den Eltern

Eltern sind die wichtigsten Partner für die Arbeit in der Schule. Neben der Zusammenarbeit in den Mitwirkungsgremien müssen vielfältige Möglichkeiten des Kontaktes gesucht und gefördert werden:

 

  •         In Beratungsgesprächen geht es nicht darum, nur Ratschläge zu erteilen, sondern sich
      gemeinsam zu beraten.
  •         Bei Klassenveranstaltungen, Projekten, Schulfesten u.ä. können sie ihre Kompetenzen
      einbringen und wertvolle Partner sein.
  •         Der „Schulverein“ hat neben der finanziellen Unterstützung der Schule die Aufgabe,
      Gelegenheiten zu schaffen, bei denen Eltern sich zwanglos engagieren bzw. kennen lernen
      und informieren können. Dies sind z.B. künstlerische bzw. handwerkliche Kurse,
      gemeinsames Basteln für Basare, Informations- und Beratungsveranstaltungen zu Themen
      wie Gesundheitserziehung, Drogenprophylaxe, Hausaufgaben u.ä.

  

Die Kooperation nach Außen

Wenn Schule nicht eine Insel sondern Teil der Gesellschaft sein will, muss sie sich öffnen und ein Netz der Kooperation zu vielfältigen außerschulischen Partnern entwickeln. Dies sind:

 

  •         Partner in den Bereichen Beratung und Jugendhilfe wie z.B. Jugendamt, Arbeitsamt,
      Erziehungsberatung, schulpsychologischer Dienst, Polizei usw.
  •         Partner in den politischen Gremien wie Schulausschuss und Jugendhilfeausschuss
  •         Partner in Handwerk, Handel, Verwaltung und Industrie
  •         Partner in abgebenden und aufnehmenden Schulen
  •         Partnerschaft zu Vereinen und Verbänden

 

Diese Partnerschaft muss regelmäßig gepflegt und darf nicht nur punktuell gesehen werden. Vielmehr sollen die beteiligten Personen auch in die Planungsprozesse und zum Teil auch in Unterrichtsprozesse einbezogen sowie ein regelmäßiger Austausch gepflegt werden. Nur wenn alle Beteiligten sich ernst genommen fühlen und auch ein „Gewinn“ für sich sehen, wird ein längerfristiger Kontakt möglich sein.

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